Schwul-lesbischer Informations- und Presseservice NEXT
         

Entstehung und Geschichte
Das Projekt SCHLIPS entstand im Oktober 1991 im Umfeld der einzigen Lesben- und Schwulenzeitung der DDR mit dem Titel Die Andere Welt (DAW). Es diente schon damals der Repräsentanz lesbischer und schwuler Anliegen in der Mainstream-Presse. SCHLIPS war zu jenem Zeitpunkt Teil des ABM-Projekt "Medienservice für sexuelle Minderheiten" des 1995 abgewickelten Vereins zur Förderung lesbisch-schwuler Emanzipations- und Integrationsarbeit e.V.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein JournalistInnenbüro, darauf spezialisiert, Bildungsinhalte zu vermitteln und in der medialen Öffentlichkeit sexualaufklärerisch zu wirken. Später wurden auch bundesweit Vorträge und Lesungen von SCHLIPS-Leuten gehalten; Partner dabei waren unter anderem das Bildungswerk für Demokratie und Umweltschutz (Berlin), das Freie Tagungshaus "Waldschlößchen" (Göttingen), diverse Frauenzentren, Homo-Initiativen und AIDS-Hilfen. Ferner nahmen und nehmen SCHLIPS-Mitglieder immer wieder an Talkshows teil und geben Interviews für Presse und Rundfunk. Die Einnahmen aus dieser Tätigkeit - Honorare und Spenden - kamen wiederum anderen Homo-Medien zugute.
Seit April 1993 agiert SCHLIPS als unabhängiges freies Projekt. Am 9. 12. 1993 wurde SCHLIPS in Berlin als eigenständiger Verein gegründet und 1994 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg eingetragen. Mittlerweile ist er als gemeinnützig anerkannt. Im Dezember 2000 bezog der Verein ein Büro im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.

Konzept und Service
SCHLIPS arbeitet ehrenamtlich, auch wenn einige Mitglieder professionelle Journalisten sind. Zeitschriften- und Zeitungsredaktionen können Beiträge bestellen und Recherchen in Auftrag geben. Manche tun dies regelmäßig - etwa die linke Berliner Tageszeitung "Junge Welt", die Ost-West-Wochenzeitung "Freitag" oder das Hamburger Monatsmagazin "Konkret". Doch ist dies nur die unmittelbare Medienarbeit des Vereins.
Gegenüber der Presse, aber auch anderen InteressentInnen wie Agenturen und Projekten, fungiert SCHLIPS als Auskunftei bzw. Kontaktbörse. Zu all dem verfügt der Verein beispielsweise über eine umfangreiche Adressenkartei von spezialisierten Gruppen und Vereinen, ein großes Archiv von spezifischen Artikeln aus der Tages- und Wochenpresse. Außerdem werden Dokumente gesammelt - etwa seltene Flug- und Informationsblätter aus der DDR-Lesben- und Schwulenbewegung. Noch im Aufbau befindet sich eine kleine Bibliothek mit lesbisch-feministischer Fachlektüre. Ständig erweitert wird unser Archiv mit Erzeugnissen der regionalen deutschen Lesben- und Schwulenpresse.
Entsprechend seiner Satzung leistet das SCHLIPS-Team darüber hinaus SchülerInnen und StudentInnen Hilfe, die Vorträge halten oder Seminar-, Magister- bzw. Diplomarbeiten zu Themen aus dem lesbisch-schwulen oder Transgender-Bereich schreiben.

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